Geschichte

Die Kasseler Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wurde 1953 gegründet. Im Jahr 2003 konnte diese ihr 50 jähriges Bestehen feiern.

Am Anfang standen Persönlichkeiten wie Paul Brandstetter, Wolfgang Hallwachs, Hermann Schafft und Julius Schuster.

Die leidvolle und grauenhafte Erfahrung des 2. Weltkrieges und die Kenntnis des Genozids an den europäischen Juden waren Grund und Motiv für die Initiative, unsere Gesellschaft zu gründen. Antisemitismus, Rassismus, Militarismus, nationale Überheblichkeit, religiöse Intoleranz, weltanschaulichen Fanatismus sollte es nicht mehr geben. Hier wollten Frauen und Männer aus der Geschichte lernen.


Heute, im Vereinten Deutschland, bedroht neonazistische Gewalt erneut das Zusammenleben der Menschen. Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Haß und Gewalt ziehen eine blutige Spur durch die Bundesrepublik Deutschland. Auch der Antisemitismus regt sich wieder.

Dem allen versucht die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit entgegenzutreten, und sie weiß sich mit allen religiösen, demokratischen, politischen und sozialen Kräften mit gleicher Zielsetzung verbunden und sucht die Zusammenarbeit. Die Mitglieder unserer Gesellschaft wollen informieren und auf Gefahren hinweisen; sie sind der Überzeugung, daß die Greueltaten der Nazibarbarei nicht vergessen, nicht verdrängt, nicht aufgerechnet oder geleugnet werden dürfen. Dies sind wir den unzähligen Opfern und unserer eigenen Identität schuldig.

In diesem Sinne veranstaltet unsere Gesellschaft Vorträge, Seminare und Symposien; außerdem unternimmt sie Fahrten zu Gedenkstätten und Ausstellungen. Sie vermittelt Referenten und Materialien für Schulklassen und Kirchengemeinden.

Das Verhältnis zwischen Christen und Juden zu verbessern, ist Schwerpunkt der Arbeit unserer Gesellschaft. Dies geschieht durch intensive Beschäftigung mit dem Trennenden und Verbindenden unserer religiösen Traditionen, mit den Belastungen aus der Vergangenheit und den Problemen der Gegenwart. Dazu gehört auch die Förderung von Begegnungen und die Pflege der Beziehungen zu Israel.

In unserer Gesellschaft engagieren sich Christen verschiedener Bekenntnisse, Juden unterschiedlicher Traditionen, aber auch Menschen anderer Anschauung. Verbindliches Ziel ist die Verwirklichung der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit aller Menschen ohne Unterschied ethnischer, religiöser, politischer oder sozialer Herkunft.

Um unsere dargestellten Aufgaben zu erfüllen, brauchen wir noch mehr Menschen, die sich mit diesen Zielen solidarisch erklären, sich für sie einsetzen und auch bereit sind, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit durch ihre Mitgliedschaft zu unterstützen.

Der Mindestbeitrag beträgt pro Jahr 16,- Euro für Einzelpersonen und 32,- Euro für Paare. Mitgliedsbeitrag und Spenden sind natürlich steuerlich abzugsfähig.

Als bundesweite Vereinigung vertritt der Deutsche Koordinationsrat die  über achtzig lokalen und regionalen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene mit ca. 20.000 Mitgliedern, Freunden und Förderern (mehr...).

Er ist Mitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ), in dem über zwanzig nationale Vereinigungen für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vertreten sind.

In diesem Sinne veranstaltet unsere Gesellschaft Vorträge, Seminare und Symposien; außerdem unternimmt sie Fahrten zu Gedenkstätten und Ausstellungen. Sie vermittelt Referenten und Materialien für Schulklassen und Kirchengemeinden.