GCJZ Kassel siteheader

Gesellschaft CJZ Kassel e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V.
Kölnische Straße 183
34119 Kassel

Fon  0561 / 9200 949 54
Fax. 0561 / 9200 949 59

E-Mail info@cjz-kassel.de
Homepage www.cjz-kassel.de

Franz Rosenzweig und der Zionismus

Mit Prof. Dr. Micha Brumlik
Antrittsvorlesung Rosenzweig-Professur

20. April 2016

Science Park - 18 bis 20 Uhr
Universitätsplatz 12, Kassel


Micha Brumlik wurde 1947 in Davos, Schweiz, geboren. Sechs Jahre später zogen er und seine Familie nach Frankfurt an den Main. Nach seinem Abitur ging Micha Brumlik für zwei Jahre nach Israel, wo er in einem Kibbuz arbeitete und Philosophie studierte. Sein Studium der Philosophie, der Pädagogik und der Soziologie schloss Brumlik in Frankfurt am Main 1973 mit einem Diplom in Sozialpädagogik ab. Brumlik nahm seine Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen auf, weitere Stationen waren die Universitäten Mainz, Hamburg und Heidelberg. 2000 übernahm Brumlik eine Professur am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Die Professur hatte er bis zu seiner Emeritierung 2013 inne.

Neben seiner Lehrtätigkeit war Brumlik von 1989 bis 2001 Stadtverordneter der Grünen in Frankfurt am Main. Brumlik trat allerdings bereits 1991 aus der Partei die Grünen aus, da die Partei Waffenlieferungen an Israel nicht unterstützte. Darüber hinaus war Micha Brumlik von 1991 bis 2006 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christen und Juden beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und von 2000 bis 2005 Leiter des Fritz- Bauer-Institutes. 2008 übte Brumlik Kritik an der Neuformulierung der Karfreitags - fürbitte für die Juden innerhalb der Tridentinischen Messe und sagte daher seine Teilnahme am Kirchentag ab. Seit WS 2013 hat Brumlik als „Senior Advisor“ eine Seniorprofessur am Zentrum für Jüdische Studien Berlin/Brandenburg inne. Micha Brumlik ist Mitherausgeber von „BABYLON – Beiträge zur jüdischen Gegenwart“ und der „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Außerdem schreibt er regelmäßig die Kolumne „Gott und die Welt“ in der TAZ. Im März 2016 wurde er für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog mit der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Weitere Informationen u. Veranstaltungshinweise zur Franz-Rosenzweig-Professur
Info-Flyer