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Handlanger der SS. Die Rolle der Trawniki-Männer

Vortrag von Dr. Angelika Benz
Reihe: Täter des Holocaust

14. April 2016

vhs -19.00 Uhr
Wilhelmshöher Allee 19-21, Kassel


Insgesamt rund 4000-5000 sogenannte Hilfswillige bildeten die Deutschen in einem Lager namens Trawniki in der Nähe von Lublin für ihre Dienste aus.  Es handelte sich dabei größtenteils um sowjetische Kriegsgefangene, junge Männer zwischen 19 und 36 Jahren, die zunächst offiziell schlicht als Wachmänner,  später als SS-Wachmänner eingesetzt wurden, um als verlängerter Arm der SS zu helfen, die besetzten Ostgebiete zu beherrschen. Bis heute werden die Begriffe „Ukrainer“ und „fremdvölkische Hilfswillige“ meist synonym verwendet, wenn von den in Trawniki Ausgebildeten gesprochen wird. Es handelt sich jedoch weder ausschließlich um Menschen ukrainischer Herkunft noch lässt sich pauschal etwas über die Freiwilligkeit ihrer Mitarbeit sagen. Die Frage nach Motivation, Freiwilligkeit oder Zwang der Trawniki-Männer verweist vielmehr auf ein Bündel von Indizien und Widersprüchen, das deutlich macht, dass Faktoren wie Zeitpunkt, Umstände und Persönlichkeit eine große Rolle spielen.

Eintritt: 5 €

In Kooperation mit: Volkshochschule Region Kassel und weiteren Partnern